Warum mein System nicht motiviert

Mein System ist nicht dafür da,
dich besser zu fühlen.

Es ist dafür da,
zu tragen.

Motivation ist flüchtig.
Einsicht ist instabil.
Verstehen verändert nichts,
wenn es nicht gelebt wird.

Deshalb beginnt mein System
nicht bei Erkenntnis,
sondern bei Praxis.

Kein Werkzeug, sondern eine Logik

Dieses System ist keine Methode.
Es will nicht angewendet werden
wie ein Werkzeug.

Es beschreibt eine Logik,
die bereits gilt –
ob man sie kennt oder nicht.

Was entschieden ist,
wirkt.
Was nicht entschieden ist,
verzerrt.

Das System fügt nichts hinzu.
Es macht sichtbar,
was ohnehin passiert.

Praxis ist der einzige Maßstab

Theorie erklärt.
Praxis prüft.

Im Alltag zeigt sich,
ob ein System trägt.
Nicht in Ausnahmesituationen,
nicht in Hochphasen,
sondern dort,
wo Wiederholung, Müdigkeit
und Gewöhnlichkeit regieren.

Was dort nicht funktioniert,
funktioniert nirgends.

Keine Moral, keine Bewertung

Das System kennt kein
richtig oder falsch.

Es unterscheidet nur zwischen:

  • tragfähig oder nicht
  • konsistent oder widersprüchlich
  • frei oder gebunden

Moral beruhigt.
Struktur klärt.

Dieses System will nicht trösten.
Es will orientieren.

Entscheidung statt Optimierung

Viele bleiben in Bewegung,
ohne je zu entscheiden.

Sie optimieren,
reflektieren,
korrigieren –
und umgehen dabei den Punkt,
an dem etwas endet.

Mein System setzt dort an.

Entscheidung schließt aus.
Konsequenz trägt den Preis.
Wiederholung integriert.

Alles andere ist Vorbereitung.

Wenn das System still wird

Ein gutes System verschwindet,
wenn es integriert ist.

Es muss nicht mehr erklärt,
nicht mehr verteidigt,
nicht mehr angewendet werden.

Dann trägt es im Hintergrund.
Still.
Ohne Anspruch.

Und genau daran
erkennt man seine Reife.

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